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Der einzig echte Weihnachtsmann

Wussten Sie das?

Allgemeine Informationen für die Lapplandreise

Der Weihnachtsmann

Der Weihnachtsmann lebt im hohen Norden Lapplands. Die Finnen nennen ihn Joulupukki, und er wohnt am Polarzirkel in der Nähe des Ortes Rovaniemi. Sein Wohnsitz ist ein Holzhaus im Santa Claus Village (finnisch: Joulupukin Paja), und wie die Lappen hält er viele Rentiere als Haustiere. Sie können den Weihnachtsmann das ganze Jahr über besuchen, die Weihnachtsbäume sind immer beleuchtet. Unserer Meinung nach ist dies wirklich ein "Tourist Trap", aber es war trotzdem amüsant, sich das mal anzuschauen. In seinem Dorf gibt es auch ein Postamt, wo Postkarten von Kindern aus der ganzen Welt ankommen, die dem Weihnachtsmann schreiben. Hier arbeiten Dutzende 'Elfen', Hilfskräfte des Weihnachtsmannes, die jedem Kind eine Antwort schicken. Die Postkarten an den Weihnachtsmann haben oft als Adresse nur 'Weihnachtsmann, Nordpol'. Weltweit haben alle Postverarbeitungsbüros verabredet, dass alle Karten an den Weihnachtsmann nach Rovaniemi geschickt werden. In der Weihnachtszeit stehen hier viele Postsäcke voller Karten. Schauen Sie sich im Santa Claus Village die Höhle an, in der das Spielzeug hergestellt wird, schicken Sie eine Karte nach Hause und setzen Sie sich beim Weihnachtsmann auf dem Schoß.

Sprache und Kultur

In Lappland wohnen die Lappen, was für die Saami eigentlich ein Schimpfwort ist. Die Saami leben traditionell von der Landwirtschaft und ihren Rentieren. Fragen Sie nie einen Samen, wie viel Rentiere er hat. Das ist eine Beleidigung, etwa so wie eine Frage nach Ihrem Kontostand.
Die Bevölkerung spricht Finnisch, Schwedisch ist die zweite offizielle Landessprache. Die finnische Sprache ist für uns völlig unverständlich. In finnischen Wörtern stehen oft viele Vokale hintereinander. Die langen, für uns unaussprechlichen Wörter sind richtige Zungenbrecher, wenn Sie sie aussprechen oder etwas davon verstehen wollen. Wörter, die wir während der Reise aufschnappten (und uns merken konnten):
Hei = Hallo
Mitä Kuuluu = Wie geht's?
Paljon kiitoksia = Herzlichen Dank!
Kippis = Prost!
Hei Hei oder Moi Moi = Tschüß
Versuchen Sie einmal, das auszusprechen
Auf Ihrer Lapplandreise kann es kalt werden!

Sauna

Die Sauna ist ein unentbehrliches Element im Leben der Finnen. In Finnland (inklusive Lappland) gibt es über 3,7 Millionen Saunen, und das bei 5,2 Millionen Einwohnern! Das ist durchschnittlich eine Sauna pro Wohnhaus, und auch die meisten Büros haben eine Sauna. Den Finnen zufolge ist die Rauchsauna die beste. Mit einem Holzfeuer heizt man die Sauna auf die gewünschte Temperatur zwischen 75 und 100 Grad Celsius. Sobald die Sauna warm genug ist, wird das Feuer gelöscht, und der Raum wird so belüftet, dass Sie keinen Rauch einatmen. Man gießt Wasser auf die Kohlen, wobei Dampf entsteht, und regelt so die Luftfeuchtigkeit. Je feuchter es ist, desto mehr schwitzen Sie.
Öffentliche Saunen haben meistens getrennte Bereiche für Männer und Frauen. Es ist völlig normal, in der Sauna nackt zu sein. Wenn Sie Badekleidung tragen, werden Sie oft schief angeschaut, denn das gilt hier als unhygienisch.

Geschichte in Kurzform

Finnland (und Finnisch-Lappland) war bis Anfang 1800 Teil des Schwedischen Reiches, wonach das Land bis 1917 in den Besitz der Russen kam. Das Land wurde erst 1918 offiziell unabhängig. Es wurde in Suomi umbenannt, wie die Finnen Ihr Land selbst nennen. In der Vergangenheit kam es häufig zu Konflikten mit dem Nachbarland Russland. Im Zweiten Weltkrieg wurde es von einer großen Streitmacht der ehemaligen Sowjetunion überfallen. Der russische Einfluss macht sich in der Politik bemerkbar. Nach dem Fall der Sowjetunion hat Finnland sich intensiv bemüht, wieder zum Rest Europas zu gehören. Bis zum heutigen Tag sind die Nachbarländer weder Freund noch Feind. Seit 1995 ist Finnland Mitglied der EU, und im Jahr 2002 hat der Euro die einheimische 'Markka' ersetzt.

In Lappland wohnen auch die Saami (die Samen), ein Nomadenvolk, das ursprünglich durch Norwegen, Schweden und Finnland zog. Früher lebten sie in Rentierzelten, aber seit dem 17. Jahrhundert haben sie häufiger einen festen Wohnsitz. Die insgesamt 6000 in Finnland lebenden Saami sind Fischer oder Bauern. Ihre traditionelle Kleidung ist bunt, mit viel Rot, Gelb und Blau, und besteht aus verschiedenen Lagen. Heute tragen sie diese traditionelle Kleidung kaum noch, aber man kann sie trotzdem noch erkennen, denn sie tragen oft noch einen Schal oder einen Pullover aus Wolle in den Farben der Saami. Sie werden auf Ihrer Winterreise durch Lappland kaum Saami antreffen, denn sie wohnen viel weiter im Norden.
Ein Same mit Rentier

Essen und Trinken

Der Tag beginnt in Lappland mit einem kräftigen Frühstück: Eine große Tasse Kaffe mit Speck und Rentierwurst. Auch steht oft Wildbeeren-Marmelade auf dem Tisch. Beginnt Ihr Magen gegen Kaffeezeit zu knurren? Dann probieren Sie eine finnische Pulla, eine Art süßes Kaffeebrötchen. Das Mittagessen während Ihrer Reise besteht oft aus einem Picknick. Im Zelt (oder außerhalb) wird ein Feuer entzündet, über dem schon bald eine große Kanne Tee köchelt. In der Zwischenzeit spießen Sie eine Makkara auf einen Stock und grillen sie über den Flammen. Besonders lecker mit ein bisschen Sinnapa, süßem Senf, und Brot. Abends, wenn Sie wohlig müde in Ihrer Holzhütte sitzen, wird wieder eine kräftige Abendmahlzeit serviert. Zuerst gibt es eine Lachs-Kartoffel-Suppe. Danach steht oft Elch- oder Rentierfleisch auf der Karte. Unserer Favorit ist Poronpaisti, gebratenes Rentierfleisch mit Kartoffeln, Gurke und sauren Polarbeeren.

Finnen sind begeisterte Kaffeetrinker. Unter den Skandinaviern werden Wettbewerbe durchgeführt, bei denen die Finnen oft den ersten Platz belegen. Die Finnen beginnen ihren Tag mit Kaffee, einer kräftigen Tasse, die Sie garantiert aufweckt. Tagsüber wärmen sie Ihre Hände an einem Becher Kaffee. Tee, Erfrischungsgetränken und Koff Porter, ein dunkles Bier, sind auch erhältlich. Die vielen Wodkasorten in den Regalen zeugen vom russischen Einfluss.

Praktische Reisetipps

Telefonieren: im Land von Nokia ist es immer leicht zu telefonieren, Sie haben fast überall Empfang. Bei extremer Kälte kann es vorkommen, dass die Akkus Ihres Handys schneller leer werden. Wenn Sie nur kurz anrufen möchten, um zu melden, dass Sie gut angekommen sind, wählen Sie erst 99031 und dann die Nummer.
An vielen Orten in Lappland gibt es Internet über WLAN, sodass Sie mit Ihrem eigenen Laptop auf das Netz zugreifen können. In den Städten bieten die örtlichen Fremdenverkehrsämter Internet an. Mitten im Schnee gibt es natürlich oft keine Computer und kein Internet. Sie können auch eine Postkarte vom Polarkreis schicken. In den Städten können Sie in Geschäften und an Kiosken Karten und Briefmarken kaufen
Strom: Das Stromnetz in Lappland arbeitet wie bei uns mit 220 Volt. Sie können die gleichen Stecker benutzen. In den Wildnislodges, Iglus und Eishotels gibt es oft keinen Strom, um Ihre Kamera aufzuladen.

Zeitunterschied: im Winter (und Sommer) ist es in Finnisch-Lappland 1 Stunde später.

Die Reisezeit für das Winterwunderland Lappland ist von Dezember bis April. Unserer Meinung nach sind Februar und März die besten Reisemonate. Die Tage werden dann schon wieder länger, die Sonne steigt etwas höher über den Horizont und die Temperatur ist tagsüber in der Sonne angenehm. Im Dezember und Januar können Sie auch nach Lappland reisen, aber dann bleibt es länger dunkel, und es ist oft auch viel kälter. Weiter nützliche Infos zu Reisezeit und bester Kleidung finden Sie auf unserer Klima-Seite.
Ich verreise und nehme mit...: Im Winter ist es in Lappland kalt. Die Temperaturen liegen bis April (weit) unter Null Grad. Der Inhalt Ihres Koffers oder Ihrer Tasche besteht dann auch hauptsächlich aus (warmer) (Ski-)Kleidung. Die dicke Kleidung ist sperrig, wir fanden darum einen großen Koffer praktisch. Nehmen Sie auch einen Tagesrucksack mit, um Ihre Sachen während der Husky- und der Schneemobiltour zu transportieren.

Während der Reise sind Sie viel draußen im Schnee. Gute wasserdichte Schuhe (z. B. Snowboots) sind dann auch ein Muss, damit Ihre Füße warm bleiben. Sie brauchen auch eine Skijacke und -hose. Für die Husky- und die Schneemobiltour bekommen Sie warme, winddichte Kleidung, Pelzstiefel und Handschuhe. Wir empfehlen Ihnen auch, verschiedene Lagen Kleidung, wie ein (Thermo)-T-Shirt oder Hemd, eine Weste, einen Fleece-Pullover und einen Rollpulli übereinander zu tragen. Neben der Kleidung war für uns folgendes unentbehrlich:
- warmer Pyjama für die kalten Nächte - dicke (Ski) Socken (und Reservepaar)
- Schal, (wasserdichte) Handschuhe und Mütze
- Skibrille oder Sonnenbrille, geeignet für starke Sonne
- Sonnnenschutzmittel für die ungeschützte Nase
- Thermo-Unterwäsche
- Erste Hilfe Set
- Reserveakku für Ihre Kamera, denn in der Kälte sind Akkus schneller leer
Herrlich warm, aber nicht wasserdicht